Ist Geschichte gestaltbar?

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Kursnummer S10161W
Termin Mo., 30.01.2023, 19:30 - 21:00 Uhr
Kursgebühr : 0,00 €
Freiwillige Gebühr (5 €): 5,00 €
Freiwillige Gebühr (10 €): 10,00 €
Dauer 1-mal
Kursleitung

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Die Idee, dass Menschen ihre Geschichte machen oder gestalten können, ist aus dem politischen Leben nicht verschwunden. Im Gegenteil scheint sie angesichts der akut gewordenen globalen Probleme wie dem Klimaschutz eine Art Wiedergeburt zu erleben.
"We are here to make history" - mit diesen Worten stimmte 2014 der damalige Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, die Regierungsvertreter auf den Klimagipfel in New York ein. Nicht nur Regierungsvertreterinnen und Politiker, auch Bürgerinnen und Aktivisten erheben den Anspruch, Geschichte gestalten zu können. Aber die Vorstellung, dass menschliches Handeln sich nicht innerhalb einer vorgegebenen kosmischen Ordnung oder am Leitfaden einer göttlichen Vorsehung abspielt, ist verhältnismäßig jung: Sie ist ein Produkt der Aufklärung. Und unumstritten war sie zu keinem Zeitpunkt. Im Gegenteil: Von Beginn an war sie mit grundsätzlichen, teils religiös, teils philosophisch, teils empirisch motivierten Bedenken konfrontiert.

Kurt Bayertz lehrte bis 2017 Praktische Philosophie an der Universität Münster. Für sein Buch "Der aufrechte Gang - Eine Geschichte des anthropologischen Denkens" wurde er mit dem Tractatus-Preis für philosophische Essayistik ausgezeichnet.
Patrick Bahners ist Journalist im Feuilleton der FAZ. Er hatte Lehraufträge am Historischen Seminar der Universität Bonn und am Institut für Literaturwissenschaft der Universität Frankfurt am Main inne. 2003/04 war er Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin, 2012 Dahrendorf-Gastprofessor an der Universität Konstanz.





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